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22.10.20   „Sind Dividenden die Lösung?“
Der Zins ist weg!

Die Situation ist nicht neu: Anleger sehen sich mittlerweile seit Jahren mit niedrigsten Zinsen konfrontiert. Wer einen konservativen Weg zu laufenden Erträgen beschreiten will und dabei nicht bereit ist, Kompromisse in Bezug auf Fremdwährungen, Bonität der Emittenten oder langen Laufzeiten einzugehen, wird bei Anleihen kaum mehr fündig werden. Dividendenstarke Aktien stellen eine naheliegende Alternative dar, weshalb viele Experten von der Theorie überzeugt sind, dass der Anstieg der Aktienmärkte über die letzten Jahre hinweg vor allem den Investoren zuzuschreiben ist, die ihre niedrigen Zinsen gegen hohe Dividenden getauscht haben.

Steigende Aktien durch Dividendenjäger?

Sicherlich dürfte so mancher Privatanleger in den letzten Jahren seine Anleihen aufgrund der Perspektivlosigkeit gegen Dividendenaktien getauscht haben, auch institutionelle Investoren sahen sich auf der Suche nach dem „neuen Zins“ zum Umdenken gezwungen. Aber sollte man aus der Zin...      vollständigen Beitrag lesen 
15.10.20   „BIP-Zahlen richtig einordnen“
Heftige Bewegung voraus.

Ende Oktober wird das US Bureau of Economic Analysis seine Schätzung für das US-BIP im dritten Quartal 2020 veröffentlichen. Erwarten Sie einen historischen Anstieg! Die bisher erfassten Schätzungen, welche auf Basis von Echtzeitdaten erstellt wurden, prognostizieren im Median einen Anstieg von 26,1 Prozent. Ähnlich große Sprünge, wenn nicht sogar größere, werden dabei für die meisten Industrieländer erwartet. Aktuelle Schätzungen bewegen sich für die Eurozone bei 39,1 Prozent, für Deutschland bei 31,1 Prozent. Die daraus resultierenden Erkenntnisse für Anleger sind begrenzt, dennoch können diese Daten dazu beitragen, eine gesunde Erwartungshaltung einzunehmen.

Der Basis-Effekt schlägt zu

Die einfachste Feststellung besteht darin, dass dieser historische Anstieg durch eine niedrige Basis begünstigt wird. In der Tat war das zweite Quartal 2020 historisch schlecht, beispielsweise wird die dritte Schätzung für das US-BIP aktuell mit -31,4 Prozent ...      vollständigen Beitrag lesen 
08.10.20   „In Ruhe analysieren!“
Politisches Theater 2020.

Im vierten Quartal des Börsenjahrs 2020 werden Anleger zunehmend mit politischen Schlagzeilen konfrontiert. Das TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden hatte sich zu einer wilden Schlammschlacht entwickelt, Trump erkrankte anschließend an Corona und sorgte mit seinen Tweets für neue Kontroversen. Das politische Theater ist in vollem Gange und daran wird sich bis zum 3. November, dem Datum der US-Präsidentschaftswahl, auch nicht viel ändern. Anleger sind deshalb gut beraten, sich in dieser unruhigen Phase auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Keine politische Präferenz

Politische Debatten sind mehrheitlich dem Bereich Soziologie zuzuordnen. Dieser stellt keinen wesentlichen Treiber für die Entwicklung der breiten Kapitalmärkte dar. Tatsächlich lässt sich in der langfristigen US-Markthistorie eindeutig ablesen, dass Aktienmärkte niemals Präferenzen für politische Ideologien entwickelt haben. Sowohl unter demokratischer als auch unter republ...      vollständigen Beitrag lesen 
01.10.20   Positive Nachrichten verstecken sich gut
Zwischen den Zeilen lesen.

In der letzten Woche habe ich bereits thematisiert, dass sich die Mehrheit der Anleger auf mögliche Negativszenarien konzentriert und positive Einflussfaktoren kleingeredet werden. Diese Stimmungslage ist typisch für die frühe Phase eines Bullenmarkts und in den aktuellen Schlagzeilen gibt es viele schöne Beispiele für den „Pessimismus des Unglaubens“ zu entdecken.

Beispiel 1: Verschuldung

Für kritische Marktbeobachter ist die ansteigende Staatsverschuldung längst ein Dauerthema. Jüngst hat die Bundesregierung zur Bekämpfung der Coronakrise den Weg für die Aufnahme neuer Schulden frei gemacht, 218 Milliarden Euro im Jahr 2020 und 96 Milliarden Euro im Jahr 2021. Negative Schlagzeilen sind einfach zu finden: „Schwächelnde Wirtschaft und ein unaufhaltsam wachsender Schuldenberg!“ Erst auf den zweiten Blick wird ersichtlich: Das Finanzministerium hat für den Schuldendienst 9,6 Milliarden Euro im Haushaltsplan 2020 vorgemerkt, ein deutlicher Rück...      vollständigen Beitrag lesen 
24.09.20   „Vertrauen im frühen Bullenmarkt“
Aller Anfang ist schwer.

In frühen Bullenmarktphasen herrscht der Pessimismus des Unglaubens. Der vorangegangene Bärenmarkt ist in den Köpfen der Anleger immer noch präsent, was auch im Falle der Corona-Krise absolut zutreffend ist. Die viel zitierte zweite Welle sorgt für große Bedenken, dass sich der neu gestartete Aufwärtstrend wirklich nachhaltig und substanziell entwickeln kann. So konzentriert sich die Mehrheit der Anleger auf mögliche Negativszenarien, dagegen werden positive Einflussfaktoren tendenziell kleingeredet. Aktienmärkte blicken in die Zukunft, und es ist zugegebenermaßen nicht immer einfach, die eigene Überzeugung mit diesem Blickwinkel in Einklang zu bringen.

Zuversicht fehlt

Es braucht eine gesunde Portion Vertrauen in die globale Wirtschaft, um an eine bessere Welt nach dem schnellsten Bärenmarkt der Geschichte zu glauben – mit oder ohne Corona. Es braucht das Vertrauen in die Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft, auch mit gravierenden...      vollständigen Beitrag lesen 
17.09.20   „Märkte im Wahlkampffieber“
Die Unsicherheit regiert.

Sobald der US-Wahlkampf in seine heiße Phase eintritt, sorgt immer eine polarisierende Rhetorik für zusätzliche Verunsicherung bei den Marktteilnehmern. Rund sieben Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl ist diese heiße Phase wieder einmal erreicht. Ein guter Zeitpunkt, um sich als Anleger vor Augen zu führen, dass die aktuelle Stimmungslage ein normaler Bestandteil des US-Wahlzyklus ist und keine hektischen Portfolioveränderungen hervorrufen sollte. Aktienmärkte sind sehr gut darin, Möglichkeiten zu überblicken und sie auf wahrscheinliche Ergebnisse zu reduzieren, während der November näher rückt. Daraus resultiert eine sinkende politische Unsicherheit, die normalerweise Rückenwind für Aktien bedeutet – das Börsenjahr 2020 sollte hier keine Ausnahme darstellen.

Aggressive Rhetorik ist Standard

Im Rahmen ihrer Wahlkampagne scheuen sich die Kandidaten nicht, extreme Szenarien und mögliche Handlungen aufzuzeigen, um die Aufmerksamkeit der potenz...      vollständigen Beitrag lesen 
03.09.20   Verschuldung gefährdet das Wachstum nicht
Zunehmende Sorgen um die hohen Staatsdefizite.


Überall auf der Welt sorgen die enormen fiskalischen Anstrengungen der Regierungen für Schlagzeilen. Basierend auf den kürzlich veröffentlichten BIP-Zahlen für das zweite Quartal überstieg die US-Verschuldung Ende Juni das US-BIP. Derselbe Zusammenhang gilt für Großbritannien, wobei die britische Staatsverschuldung zudem erstmalig die Schwelle von 2 Billionen GBP erreichte. Viele Marktbeobachter fürchten, dass die ansteigende Verschuldung unmittelbare wirtschaftliche Probleme und empfindliche Sparmaßnahmen heraufbeschwören wird.

Der Schuldendienst zählt

Der Vergleich zwischen Verschuldung und BIP eines Staates liegt nahe. Allein schon dadurch, dass extrem hohe Zahlen in ein greifbares Verhältnis gesetzt werden. Jedoch sind wir der Meinung, dass ein Verschuldungsniveau von 100 Prozent des BIP keine magische Grenze darstellt, die vernünftige Aussagen zur „Überlebensfähigkeit“ eines Staates liefert. Wer diese Grenze überschr...      vollständigen Beitrag lesen 
27.08.20   Das Rennen um den Impfstoff
Eine echte Anlagechance?

Mehrere Unternehmen haben in den letzten Wochen verschiedene Fortschritte für einen wirksamen COVID-19-Impfstoff angekündigt. Zahlreiche Anleger fühlen sich ermutigt, auf den oder die möglichen Gewinner zu setzen und dadurch hohe Renditen einzufahren. Aus unserer Sicht ist diese „Strategie“ kein vernünftiger Ansatz für nachhaltig erfolgreiche Aktieninvestitionen.

Echter Wissensvorsprung?

Märkte sind effizient und zukunftsorientiert, sie verarbeiten weithin bekannte Informationen und bewegen sich schnell weiter. Angesichts der Aufmerksamkeit, die den forschenden Unternehmen und klinischen Studien gewidmet wird, basieren Investitionen, die an die neuesten Nachrichten zur Impfstoffentwicklung angelehnt sind, im klassischen Sinne auf bekannten Informationen. Man sollte den Märkten besser nicht unterstellen, dass sie sich vor einem Thema verschließen, auf welches die Augen der ganzen Welt gerichtet sind. Anleger wähnen sich also lediglich in der Sit...      vollständigen Beitrag lesen 
20.08.20   Börse im Zeitraffer
Neues Allzeithoch in den USA.

Diese Woche hat der S&P 500 ein neues Allzeithoch markiert. Somit hat der marktbreite US-Aktienindex offiziell den 23. März 2020 als Beginn eines neuen US-Bullenmarkts bestätigt. Der dramatische Absturz in die Bärenmarktregion wurde von einer dynamischen Erholungsbewegung gefolgt, das V-förmige Bewegungsmuster ist somit vollendet. Ein Zyklus-Wechsel im Zeitraffer, welcher sich normalerweise über einen viel längeren Zeitraum erstreckt - denn typische Bärenmärkte setzen langsam und schleichend ein. Das Börsenjahr 2020 war bisher eine ziemlich wilde Achterbahnfahrt, die eine Standortbestimmung in den Sommermonaten nicht gerade einfach macht.

Schmale Märkte, erstaunliche Zahlen

In vielerlei Hinsicht hat der Bärenmarkt 2020 das Gesicht einer überdimensionalen Korrektur gezeigt. Große Wachstumswerte haben die Erholungsbewegung angeführt, nicht wie üblich die kleineren Value-Werte. Ebenso ist die Marktbreite im neuen Bullenmarkt auch nicht nach o...      vollständigen Beitrag lesen 
13.08.20   „Wirtschaftliche Aktivität kehrt zurück“
Irrationale Märkte?

Seit Beginn der Krise rund um das Corona-Virus fällt es Anlegern tendenziell schwer, die fundamentale, globale Wirtschaftslage richtig zu bewerten. Die entstandene Unsicherheit zur weiteren Entwicklung und dauerhaft hohe Infektionszahlen in verschiedenen Regionen der Welt sorgen häufig für ein Gefühl der Abkopplung steigender Aktienmärkte von der Realität. Stimmt das?

Märkte sind sehr vernünftig

Märkte preisen die zukünftige Entwicklung der kommenden drei bis 30 Monate ein und vergleichen wahrscheinliche – nicht mögliche - Entwicklungen mit der aktuell bestehenden Erwartungshaltung. Sie laufen der Wirtschaft voran, was insbesondere in Zeiten einer auftretenden Rezession besonders deutlich wird. Schaut man über den kurzfristigen Tellerrand hinaus, so zeigt sich eine positivere Zukunft.

Zahlensaison im Fokus

Der Mensch sucht tendenziell immer nach Gefahren - Dingen, die negativ überraschen können. Diese Eigenschaft liegt tief verwurzelt im m...      vollständigen Beitrag lesen 
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