Alt 11.10.10, 20:10
Standard Währungskrieg!
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Anleger vergessen sehr schnell.

Erinnern Sie sich? Es ist erst einige Wochen her, da sollte der Euro vor dem Kollaps stehen, unser Währungssystem sollte zerbrechen und die PIIGS-Staaten uns ins Verderben stürzen. Viele Analysten und Kommentare sahen den Euro bis zur Parität zum US-Dollar abstürzen. Es kam ganz anders! Und was sagen die Analysten und Kommentare heute? Kehrt Marsch! Jetzt stehen auf einmal die Probleme der USA im Vordergrund. Deren hohe Verschuldung und die Zwillingsdefizite werden die USA in den Ruin stürzen. Ein Währungskrieg und ein Abwertungswettlauf sollen angeblich toben. Unfug! Zeit für eine nüchterne Standortbestimmung.


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Euro - US-Dollar im Tageschart

Im Vergleich zum Jahresanfang notiert der Euro gegenüber dem US-Dollar nur noch rund 2,5 % schwächer. Am 07. Juni 2010 - bei 1,1877 - war das noch ein Minus von rund 17% gewesen. Damals - genau am Tief - haben viele Anleger kapituliert und sind panikartig aus dem Euro geflüchtet. Heute soll wieder der US-Dollar vor seinem Ende stehen. Technisch betrachtet hat der Euro bisher nicht mehr und nicht weniger als eine dreiwellige Aufwärtskorrektur gegenüber dem US-Dollar vollzogen. Das Niveau der technischen Maximalkorrektur ist dabei erreicht worden. Zumindest eine größere Korrektur des Euro ist jetzt - allen Rufen um eine angebliche Dollar-Krise zum Trotz - wieder zu erwarten.




Euro - US-Dollar im Stundenchart

Kurzfristig ist der rasante Aufwärtstrend des Euro schön zu erkennen. Viele technische Indikatoren haben dabei das jüngste Hoch über 1,40 USD nicht mehr bestätigt. Die Situation ist überkauft, das Sentiment ist viel zu Dollar-skeptisch und die Probleme des Euro sind längst nicht gelöst. Eine Korrektur liegt in der Luft.




Fazit

Beteiligen Sie sich nicht an diesem unsinnigen Spiel. Die angeblichen Währungsturbulenzen hat es in dieser Form immer gegeben. (Unter www.gruener-fisher.de können Sie sich ab jetzt kostenlos unseren Kurzausblick für 2011 anfordern.) Typischerweise will die Mehrheit der Investoren immer in die falsche Richtung agieren. Und wo sind denn die angeblichen Spekulanten, die mit ihren Attacken und dem Verfall des Euro ein Vermögen verdient haben sollen? Währungen stehen immer in Relation zueinander: Ist die eine Währung schwach, ist die andere stark und umgekehrt. Wie so oft liegt die Mehrheit der Investoren dabei auf der falschen Seite des Marktes und lässt sich gerne von der umgehenden Panik anstecken. Das Jahr 2010 und die Bewegung im Euro-USD-Verhältnis ist dafür ein schönes Beispiel. Der Euro notiert - im Vergleich zum Jahresanfang - nahezu unverändert zum US-Dollar. Per Saldo ist nicht viel passiert - viel Geschrei um Nichts!
Für Inhalt und Rechtmäßigkeit dieses Beitrags trägt der Verfasser Thomas Grüner die alleinige Verantwortung. (s. Haftungshinweis)  
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