Alt 27.08.10, 14:23
Standard Die Geister, die ich rief
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Die größten Gefahren.

Deflation, Inflation, BP-Katastrophe, drohende Staatspleiten. Die Angst geht wieder um. Die Anleger sorgen sich und vergessen dabei die größte Gefahr: Ihr eigenes Verhalten. In meinem neuen Buch "Die acht größten Fallen für Geldanleger" habe ich diese ausführlich beschrieben.

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Menschen - vor allem Börsianer - lieben einfache Regeln und Denkansätze. Was jedoch in der realen Wirtschaft recht gut funktioniert, steht an den Finanzmärkten gerne auf dem Kopf. Anleger verhalten sich oft widersprüchlich zu vernünftigen Anlagegrundsätzen und verursachen dabei ironischerweise - durch ihr eigenes Verhalten - fast immer genau die Gefahren, vor denen sie sich eigentlich am meisten fürchten. Ich habe Ihnen zwei aktuelle Beispiele mitgebracht.


Ein Crash aus heiterem Himmel

Der „Flash-Crash“ an der New Yorker Börse vom 06. Mai 2010 ist Ihnen sicher noch in Erinnerung. Der Dow Jones Index verlor innerhalb weniger Augenblicke rund 1.000 Punkte. Einzelne Aktien wie Procter & Gamble oder Apple verloren in Sekunden viele Milliarden US-Dollar an Börsenwert, um sich anschließend wieder fast vollständig von ihren vorherigen, dramatischen Kurseinbrüchen zu erholen. Schnell machten die wildesten Verschwörungstheorien die Runde. Eine Untersuchungskommission der Börsenaufsicht wurde eingesetzt. Man konnte bis heute keine Ursache finden. Dabei ist die Lösung ganz einfach: Haufenweise Stopp-Loss-Limite! Viele Anleger lieben das Konzept, sich mit Stopp-Loss-Limiten gegen Kursverluste absichern zu wollen. Da dieses Verhalten massenhaft praktiziert wird, macht sich aber kaum jemand Gedanken über die damit verbundenen Gefahren. Eine wie in New York gesehene Verkaufslawine – ohne echten Grund – ist dabei jederzeit möglich. Der vermeintliche Absicherungsgedanke wird dabei natürlich verfehlt. Wie so oft ist das Gegenteil von „gut gemeint“ eben „gut gemacht“.




Angst vor Staatspleiten und Kauf der Schulden

Eine noch immer kuriose Sache: Viele Anleger fürchten sich derzeit vor drohenden Staatspleiten. Griechenland soll bald überall sein. Man glaubt, dass einige Staaten in Zukunft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Eine nahende Währungsreform wird vermutet. Und wie reagieren die vermeintlich „defensiven Anleger“ auf ihre eigenen Ängste? Sie bevorzugen in einem nie zuvor gesehenen Ausmaß Bankeinlagen und Staatsanleihen in ihren Depots und fürchten sich vor den Aktienmärkten. Man vergisst dabei, dass man als Festgeldanleger seiner Bank einen Kredit gewährt und als Käufer von Staatsanleihen dem Staat genau die neuen Schulden abkauft, die er doch angeblich bald nicht mehr zurückzahlen kann. Defensiv ist anders!




Depotchecks mit interessanten Ergebnissen

Zudem sehen wir in unseren Depotchecks (Sie können auch kostenlos Ihr Depot durch uns überprüfen lassen. Infos unter www.gruener-fisher.de.) für Interessenten regelmäßig, dass einzelne Anleihepositionen gegenüber einzelnen Aktienpositionen viel höher gewichtet werden. Das Anleihe- oder Emittenten-Risiko wird dabei stets ausgeblendet. Man verfährt nach dem Grundsatz „Alles mit einem festen Zinssatz ist sicher“.


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Fazit

Die komplexen Finanzmärkte überfordern die Anleger. Viele Zusammenhänge werden falsch interpretiert. Nonsens-Meldungen zu oft beachtet. Dies führt dazu, dass man zwar einer vernünftigen „Strategie“ folgen will, diese aber ständig durch sein eigenes Verhalten torpediert.
Für Inhalt und Rechtmäßigkeit dieses Beitrags trägt der Verfasser Thomas Grüner die alleinige Verantwortung. (s. Haftungshinweis)  
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