Alt 03.08.22, 18:36
Standard Pelosi-Besuch in Taiwan belastet Schanghai und Sydney
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Zur Wochenmitte ist es an vielen Börsen in Ostasien zu einer kleinen Gegenreaktion auf die kräftigen Verluste des Vortags gekommen. Der umstrittene Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi in Taiwan verhinderte jedoch eine deutlichere Erholung. Die Aktienmärkte in Festlandchina und Australien verzeichneten sogar Verluste. Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den USA und China dürften sich weiter verschlechtern, so die Befürchtung.

In Schanghai fielen die Kurse im Schnitt um 0,7 Prozent. Der ermutigende Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor, der im Juli erneut gestiegen war, stützte nicht nachhaltig. Unter den Einzelwerten tendierten Kweichow Moutai gut behauptet, nachdem der Spirituosenhersteller eine Gewinnsteigerung um 21 Prozent im ersten Halbjahr vermeldet hatte.

In Hongkong lag der Hang-Seng-Index im späten Handel noch 0,2 Prozent im Plus. Gestützt wurde der Markt von Technologiewerten wie Alibaba (+3,2%) oder JD.com (+2,8%).

Hoffnung auf gute Unternehmenszahlen stützt in Tokio und Seoul

An der Börse in Tokio rückte der Nikkei-225-Index um 0,5 Prozent vor. Hoffnungen auf steigende Unternehmensgewinne drängten die geopolitischen Sorgen in den Hintergrund. Daikin Industries verbesserten sich um 4,0 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Umsatz- und Ergebnisprognosen erhöht hatte. West Japan Railway (+3,5%) ist im ersten Geschäftsquartal in die Gewinnzone zurückgekehrt, nachdem der Eisenbahnbetreiber im Vorjahreszeitraum einen Verlust ausgewiesen hatte.

Der Kospi in Seoul rückte um 0,9 Prozent vor. SK Hynix gewannen 0,8 Prozent. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten NAND-Flash-Chip mit 238-Schichten entwickelt.

Der Aktienmarkt in Sydney, der sich am Dienstag besser gehalten hatte als die anderen Märkte der Region, nachdem die Reserve Bank of Australia die Zinsen im erwarteten Rahmen erhöht hatte, schloss derweil 0,3 Prozent niedriger. Hier belasten die politischen Unsicherheiten um den wichtigen Handelspartner China und negative Vorgaben der US-Börsen vom Vorabend. Etwas Unterstützung erhielt der S&P/ASX-200 von den australischen Einzelhandelsumsätzen, die trotz der stark gestiegenen Preise auf ein Rekordhoch gestiegen waren. Die Aktie des Börsenbetreibers ASX verlor 3,4 Prozent, nachdem dieser die Einführung eines neuen Systems zur Abwicklung des Börsenhandels erneut verschoben hatte.

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DJG/DJN/cln/smh

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August 03, 2022 03:15 ET (07:15 GMT)

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