Alt 16.07.21, 20:24
Standard XETRA-SCHLUSS/DAX bleibt in Konsolidierungsstimmung
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FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Bereits am Vortag standen die Kurse unter Druck. Die rasche Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus kratze an der Erholungsstory der Konjunktur, hieß es im Handel. "Uns ist allen klar, dass wir uns dem Wachstums-Peak nähern, gleichzeitig die Inflation hochschießt und das Tapering immer näher rückt", warnte ein Händler. Nach seiner Einschätzung ist eine Reduzierung der Wertpapierkäufe durch die Notenbanken an den Börsen noch nicht eingepreist. Der DAX verlor 0,6 Prozent auf 15.540 Punkte.

Berichtssaison nimmt an Fahrt auf

Daneben wird die Berichtssaison zunehmend zum Thema. Puma verloren trotz eines angehobenen Ausblicks 0,2 Prozent. Die neuen Ziele wurden im Markt als konservativ eingeschätzt. Das erwartete währungsbereinigte Umsatzwachstum von 20 Prozent liege unter der Konsensschätzung, hieß es bei Baader Helvea. Die Analysten halten eine neuerliche Anhebung der Ziele im weiteren Jahresverlauf für möglich.

Ganz anders Jenoptik mit einem Aufschlag von 13,3 Prozent. Der Laser- und Optikspezialist hatte die Prognose erhöht und starke Zweitquartalszahlen vermeldet. "Alle Kennzahlen liegen über Erwartung", so ein Händler. Mit einer Erhöhung der Prognose habe der Markt gerechnet, da die bisherige als konservativ betrachtet worden sei, nicht aber mit einer so deutlichen Margenverbesserung.

Carl Zeiss Meditec gewannen 2,0 Prozent. Die Berenberg-Analysten bescheinigten dem Unternehmen sehr starke Eckdaten für das dritte Geschäftsquartal. Der Umsatz habe sich deutlich erholt, getrieben von China. Carl Zeiss Meditec habe sehr starke EBIT-Margen erzielt und die Prognose für das Geschäftsjahr angehoben. Für Adva ging es nach etwas besseren Zahlen und einem angehobenem Ausblick um 5,5 Prozent nach oben.

Aurubis muss Werk wegen Überschwemmungen schließen

Aurubis verloren mit der Nachricht von der Schließung des Werks in Stolberg 2,0 Prozent. Grund dafür waren Überschwemmungen. Das Werk sei evakuiert worden, Mitarbeiter seien aber nicht zu Schaden gekommen. Eine erste Schadenssichtung mache deutlich, dass die Überflutung das gesamte Firmengelände nachhaltig betreffe und ein Wiederanfahren des Betriebes massive Anstrengungen erfordern werde. Aurubis geht davon aus, dass der Schaden durch die entsprechende Versicherung gedeckt ist. Die Aufrechterhaltung der Lieferverpflichtungen könne nicht sichergestellt werden.

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

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July 16, 2021 11:45 ET (15:45 GMT)

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