Alt 12.04.22, 17:52
Standard Überwiegend schwach - Chinas Börsen drehen ins Plus
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Uneinheitlich haben die asiatischen und australischen Börsen am Dienstag geschlossen. Während die meisten Plätze Verluste verzeichneten, ging es in Schanghai und Hongkong nach einem vorübergehenden Minus aufwärts. Überwiegend lasteten indes Sorgen wegen anziehender Preise, vor allem von Rohstoffen, und im Gefolge steigender Markt- und Leitzinsen. Kräftig anziehende Anleiherenditen hatten vor allem der Nasdaq den Garaus gemacht und sie um über 2 Prozent nach unten geschickt. Vorsicht schien den Anlegern auch geboten, weil am Dienstag die US-Verbraucherpreise veröffentlicht werden und damit ein wichtiger Inflationsindikator.

Hinzu kam der mit unverminderter Härte geführte Ukrainekrieg, in dem die russische Seite in Mariupol möglicherweise chemische Waffen eingesetzt hat. Ein weiterer ebenfalls bereits länger drückender Faktor waren die massiven Beschränkungen in Schanghai wegen der Corona-Pandemie.

Besonders deutlich abwärts ging es Japan, wo der Nikkei 1,8 Prozent nachgab auf 26.335 Punkte. Die Sorge wegen abbrechender Lieferketten und einem abgewürgtem Handel drückte auf Reedereiwerte wie Mitsui O.S.K. Lines (-6,1%) oder Maschinenbauwerte wie Fanuc (-5,5%). Ebenfalls deutliche Verluste erlitt der Kospi in Südkorea mit 1 Prozent. Besser hielt sich der australische Markt mit einem Minus von 0,4 Prozent. Die chinesischen Börsen in Hongkong (+1,0%) und Schanghai (+1,5%) gewannen derweil deutlich.

China genehmigt Videospiele

Denn die chinesische Börsenaufsicht hat Maßnahmen angekündigt, die den Zugang zu den Kapitalmärkten erweitern sollen. Zudem haben chinesische Aufsichtsbehörden erstmals seit Juli eine Reihe von Videospiel-Lizenzen genehmigt, was darauf hindeutet, dass die behördlichen Kontrollen des Internetsektors gelockert werden könnten. Im Sektor verteuerten sich Netease um 2,8 Prozent und Tencent Holdings um 2,7 Prozent.

In Tokio hielten sich Honda Motor recht wacker mit einem Minus von 0,2 Prozent. Der Autokonzern will bis zum Jahr 2023 jährlich zwei Millionen Elektroautos herstellen. Insgesamt sollen bis 2030 weltweit 30 Elektroauto-Modelle auf den Markt gebracht werden, wie das Unternehmen ankündigte. Dabei will Honda zunächst auf Lithium-Ionen-Batterien von General Motors, Contemporary Amperex Technology und Envision AESC zurückgreifen. Die selbst entwickelten Festkörper-Batterien sollen voraussichtlich gegen Ende des Jahrzehnts zum Einsatz kommen.

Am australischen Markt gewannen Iress 1,7 Prozent mit der Mitteilung, dass die Veräußerung des britischen Hypothekengeschäfts unterbleiben wird. Pendal reagierten nur schwach mit einem Minus von 0,2 Prozent auf die Nachricht, dass das Unternehmen das Übernahmeangebot von Perpetual (-0,4%) ablehnen wird.

Die meisten regionalen Währungen geben gegen den Dollar nach. Teilnehmer begründen dies mit den bevorstehenden Preisdaten in den USA, die den Dollar mit anziehender Zinsfantasie weiter stützen könnten.

Die Ölpreise stiegen kräftig, weil zunehmend Zweifel am bevorstehenden Abschluss eines Atomabkommens mit dem Iran aufkommen. Die global gehandelte Sorte Brent steigt um 3 Prozent und liegt wieder deutlicher über 100 Dollar je Barrel.

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April 12, 2022 03:24 ET (07:24 GMT)

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