Alt 11.12.19, 12:44
Standard Aufschläge bei Aktien dank Zollhoffnungen
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--An den asiatischen Börsen hat sich am Mittwoch eine positive Tendenz durchgesetzt, allerdings spielte Tokio mit Abgaben nicht mit. Im späten Geschäft hatten die meisten Aktienmärkte ihre Aufschläge ausgebaut. Im ständigen spekulativen Hin und Her über ab Sonntag drohende neue US-Zölle auf chinesische Importe sprachen Händler von leichten Hoffnungsschimmern. Immerhin nährten Berichte aus China und den USA die Hoffnung, dass die neuen Zölle zumindest verschoben werden. Positiv aufgenommen wurde die Handelsvereinbarung zwischen den USA, Mexiko und Kanada.

Kritische Stimmen wie jene von US-Wirtschaftsberater Lawrence Kudlow, wonach die Strafzölle noch nicht vom Tisch seien, wurden weitgehend ignoriert. Ähnliche Äußerungen kamen auch von einem ranghohen Mitarbeiter des Weißen Hauses. Marktteilnehmer sprachen denn auch von einer konfusen Meldungslage.

"An den Märkten hofft man, dass die Zölle während der laufenden Verhandlungen nicht zur Tatsache werden", sprach Marktstratege Vishnu Varathan von Mizuho Bank vielen Anlegern aus der Seele. Doch auch er warnte, dass entsprechende Hoffnungen ohne ein Machtwort von US-Präsident Donald Trump zaghaft und zerbrechlich seien.

Die bevorstehenden Entscheidungen der Notenbanken in den USA und der Eurozone sowie die Wahl in Großbritannien bremsten die Risikobereitschaft der Anleger offensichtlich kaum.

Tokio und chinesische Nebenwerte im Minus

In Sydney schloss der Leitindex 0,7 Prozent höher - in China stiegen der Schanghai-Composite um 0,2 Prozent, der Shenzhen-Composite und das Startup-Segment ChiNext büßten jedoch 0,4 bzw. 0,9 Prozent ein. Der HSI in Hongkong kletterte indes um 0,8 Prozent. Seoul meldete Aufschläge von 0,4 Prozent - auch Taiwan, Indien und Singapur wurden leicht im Plus gehandelt.

In Tokio verlor der Nikkei-225 dagegen 0,1 Prozent auf 23.392 Punkte. Etwas belastet wurde hier der Aktienmarkt vom Yen, der am Morgen zum US-Dollar zulegte. Der Greenback ging bei 108,74 Yen um nach Wechselkursen knapp unter 109 im Tageshoch. Elektronik- und Bankenwerte zählten zu den schwächsten Titeln, so verloren Hitachi 2,5 Prozent. In Südkorea stützten Aufschläge von 0,8 Prozent beim Schwergewicht Samsung Electronics.

In China schauten Investoren auch auf die jährliche Central Economic Work Conference, auf der wichtige Eckpfeiler der Agenda für die wirtschaftliche Entwicklung des Banken- und Finanzsektors beschlossen werden. Die Konferenz endet am Donnerstag.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/smh

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December 11, 2019 04:08 ET (09:08 GMT)

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