Alt 18.01.19, 10:37
Standard Optimismus im Handelskonflikt sorgt für Kauflaune
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien haben zum Ende der Handelswoche auf breiter Front zugelegt. Neue Hoffnungen auf ein baldiges Ende im seit Monaten schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China gaben Auftrieb - auch bei den Ölpreisen. Bereits im US-Handel hatte dies die Kurse gestützt.

In Hongkong lag der Hang-Seng-Index im späten Handel 1,1 Prozent im Plus. Die Börse in Schanghai rückte um 1,4 Prozent vor und in Tokio legte der Nikkei-225 um 1,3 Prozent auf 20.666 Punkte zu. In Sydney schloss der S&P/ASX 0,5 Prozent fester. Die Indizes der Energie- und Rohstoffsektoren legten hier jeweils um 0,7 Prozent zu.

Medienberichten zufolge hat US-Finanzminister Steven Mnuchin vorgeschlagen, die Strafzölle auf chinesische Importe zu verringern oder ganz aufzuheben. Dies wird am Markt als Zeichen dafür gesehen, das die US-Regierung eine baldige Lösung der Querelen mit China anstrebt. Dass es später aus dem US-Finanzministerium hieß, weder Mnuchin noch der US-Handelsbeauftragte Lighthizer hätten "Empfehlungen" bezüglich der Zölle gegeben, tat dem Optimismus keinen Abbruch. Auch weil Peking angekündigt hat, dass der chinesische Vizepremier und oberster Handelsbeauftragter Liu He Ende Januar zu Gesprächen nach Washington reisen wird, um Fortschritte im Handelskonflikt zu erzielen.

An den asiatischen Märkten kamen "die neusten Signale, dass die US-Regierung weiter an einer Lösung im Handelsstreit mit China interessiert sind gut an", kommentierte Jingyi Pan von IG. "Zwar dürfte weiterhin ein gewisses Maß an Skepsis herrschen, wie auch Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung in China, jedoch wird der Handel klar von den aktuellen Nachrichten bestimmt". Am Montag werden die Zahlen für das Wirtschaftswachstum 2018 in China veröffentlicht. Im unmittelbaren Vorfeld wurde am Freitag das BIP für 2017 marginal von 6,9 auf 6,8 Prozent nach unten revidiert.

Nidec und Taiwan Semi stecken schwache Ausblicke gut weg

Unter den Einzelwerten ging es in Tokio für den Aktienkurs des Apple-Zulieferer Nidec zwar gegen die Tendenz am breiten Markt nach unten, mit 1,1 Prozent aber eher moderat. Das Unternehmen hatte seinen Umsatzausblick gesenkt und dafür teilweise den anhaltenden Handelskonflikt zwischen China und den USA verantwortlich gemacht.

Auch das Minus bei Taiwan Semicondutor fiel mit 0,9 Prozent sehr moderat aus. Das Unternehmen hatte einen pessimistischen Ausblick abgegeben und sieht Umsatz und operatives Ergebnis im ersten Quartal dieses Jahres um zweistellige Prozentsätze zurückgehen. Taiwan Semiconductur macht dafür unter anderem einen schwächeren Smartphone-Absatz verantwortlich.

Dollar zieht zum Yen an

Am Devisenmarkt zeigte der Dollar Stärke zum Yen. Er ging zuletzt mit 109,42 Yen um, verglichen mit 108,80 zur gleichen Vortageszeit. Zum einen erhielt der Dollar Rückenwind von gut ausgefallenen US-Konjunkturdaten, konkret dem Philly-Fed-Index, zum anderen erhielt der Yen Gegenwind von neuen Preisdaten aus Japan. Sie zeigten einen Auftrieb weiter deutlich unter dem Ziel der Notenbank, weshalb diese an ihrem expansiven geldpolitischen Kurs festhalten dürfte.

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January 18, 2019 02:44 ET (07:44 GMT)

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