Alt 01.07.10, 16:14
Standard Jetzt raus aus dem Euro?
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Aufpassen in der Schweiz!

Die Flucht aus dem Euro steuert auf einen Höhepunkt zu. Besonders deutlich ist der Kursverfall der europäischen Währung gegenüber dem Schweizer Franken zu beobachten. In vielen meiner Gespräche mit Kunden und Interessenten meiner Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments (www.gruener-fisher.de) werde ich derzeit auf eine mögliche "Flucht" in die Schweizer Währung angesprochen und nach meiner Meinung gefragt. Wie sollte man sich derzeit verhalten?


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Euro vs. Schweizer Franken im Tageschart

Auf den ersten Blick erkennen Sie im Tageschart die fast schon panikartige Flucht aus dem Euro in den Schweizer Franken. Diese Bewegung hat sich in den letzten Tagen noch einmal dramatisch beschleunigt und ist fast schon als Crash zu bezeichnen. Der Schweizer Franken hat gegenüber dem Euro massiv aufgewertet und ist dadurch in der Konsequenz erheblich teurer geworden.

Trotz der Diskussionen in den letzten Monaten - um die Probleme der schweizerischen Großbanken und die ausgeweitete Steuerfahndung - scheint die Schweiz nun als vermeintlich sicherer Hafen wiederentdeckt zu werden. Ich würde an dieser Stelle vorsichtig sein. Als Schweizer würde ich mir überlegen, zum jetzigen Zeitpunkt eine globalere Anlagestrategie zu wählen, um die Stärke des Schweizer Franken gegenüber allen wichtigen Währungen für eine langfristige Diversifikation meiner Anlagen zu nutzen.




Euro vs. Schweizer Franken im Monatschart

Im Monatschart ist eine große Abwärtsbewegung in zwei massiven Wellen ersichtlich. Das theoretische Idealziel liegt im aktuellen Bereich. Aus technischer Sicht ist zumindest eine ausgedehnte Gegenbewegung auf den crashartigen Verfall der letzten Monate zu erwarten.




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Fazit

Die Flucht aus dem Euro und die Bewegung "rein in den Schweizer Franken" steuern auf einen temporären Höhepunkt zu. Das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich deutlich verschlechtert. Auf dem aktuellen Niveau ist der Schweizer Franken sehr teuer geworden. Jetzt noch in die Schweizer Währung als "sicheren Hafen" zu flüchten, kann schon bald böse nach hinten losgehen. In einem globalen Ansatz würden wir die Schweiz mit maximal 10 % des Portfolios gewichten. Extreme Positionierungen auf dem jetzigen Niveau aufzubauen, halten wir für sehr gefährlich. Schweizer Anleger sollten jetzt über eine globale Anlagestrategie nachdenken. Die Welt ist für Schweizer deutlich billiger geworden!
Für Inhalt und Rechtmäßigkeit dieses Beitrags trägt der Verfasser Thomas Grüner die alleinige Verantwortung. (s. Haftungshinweis)  
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