"Fühle mich verantwortlich, dass die Politik im Graben ist"
Gottschalk schämt sich für Schröders "Wetten, dass..?"-Auftritt
veröffentlicht: 26.03.04 - 10:39
Ist mit Schröder nicht befreundet. Dabei "würde dem das gut tun", sagt Thomas Gottschalk. Foto: ZDF/Carmen Sauerbrei
Hamburg (rpo). Müsste Gottschalk heute noch einmal entscheiden, dürfte Bundeskanzler Gerhard Schröder wohl nicht noch einmal bei "Wetten, dass..?" auftreten. Der Moderator glaubt, dass der Auftritt des Kanzlers den Niedergang der deutschen Polit-Kultur eingeleitet hat. "Bei mir ging es los, ich bin schuld".
Thomas Gottschalk war am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow von Johannes B. Kerner zu Gast. Rückblickend bedauere er den Auftritt von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in seiner Sendung im Februar 1999, ließ der Moderator wissen. "Ich fühle mich heute noch ein bisschen verantwortlich dafür, dass die deutsche Politik im Graben ist."
"Bei mir ging es los. Ich bin schuld", stellte Gottschalk seine Sendung in einen größeren Zusammenhang. Gottschalk bedauerte den Regierungschef: "Man darf Schröder nicht zum Show-Kanzler degradieren. Der arme Mann, das hat er einfach nicht verdient."
Thomas Gottschalk denkt ans Aufhören
Auf die Frage, ob er mit Schröder befreundet sei, antwortete Gottschalk: "Nein, mit so einem kann man sich nicht befreunden, weil er wirklich Wichtigeres zu tun hat als mit mir. Das ist aber auch schade für den Mann. Ich glaube, ich würde dem gut tun."
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