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Irak-Krieg trübt Aussichten der Reisebranche
Hamburg (rpo). Die Kriegsgefahr im Irak lähmt die Reisebranche. Die Kunden zeigen sich für die bevorstehenden Monate zurückhaltend.
Das schreibt die "Welt am Sonntag". "Wir erkennen eine deutliche Zurückhaltung bei Reisen im April und März, also rund um den möglichen Kriegsbeginn", sagte Sibylle Zeuch vom Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalter Verband der Zeitung. Auch eine Sprecherin des Deutschen Tourismusverbands betonte, dass die Kunden angesichts der weltpolitischen Lage immer kurzfristiger buchten.
Nach Darstellung von Alltours Flugreisen mache sich die andauernde Irak-Diskussion seit Ende Januar bemerkbar. Die Tageseingänge für Buchungen seien "enorm rückläufig". Dies werde auch bei der REWE Pauschaltouristik (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg) registriert. "Seit etwa drei Wochen wird flächendeckend deutlich weniger gebucht", sagte eine Sprecherin.
Viele Unternehmen wie zum Beispiel die TUI bieten für die bis Ende März gebuchten Sommerreisen eine kostenlose Umbuchungsgarantie bis acht Wochen vor Reisebeginn an. Urlauber können dann auch ohne Angabe von Gründen ihr Reiseziel ändern. Für die Asien-Strecken hätten sich die Reiseveranstalter bereits um alternative Flugrouten gekümmert, schrieb die Zeitung weiter. Statt über die an den Irak angrenzenden Staaten zu fliegen, solle im Kriegsfall auf China, die GUS-Staaten oder sogar Afrika ausgewichen werden.
Die Reisebranche hatte bereits vor der Zuspitzung der Irak- Konflikts angesichts der seit Monaten andauernden Branchenprobleme erste Gegenmaßnahmen ergriffen. Marktführer TUI hatte bereits zu Jahresbeginn angekündigt, 111 Millionen Euro einsparen zu wollen. Dabei sollen 1000 Stellen abgebaut werden. Der zweitgrößte deutsche Reisekonzern Thomas Cook beschloss am Freitag Einsparungen in Höhe von insgesamt 250 Millionen Euro.
rp-online
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