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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die sind Bekloppt-Nichts für zarte Gemüter - Vox bringt "Six Feet Under"


PC-Oldie-Udo
07-05-2004, 18:43
Start am 11. Mai


Nichts für zarte Gemüter - Vox bringt "Six Feet Under"

veröffentlicht: 07.05.04 - 13:55

Hamburg (rpo). Die skurrile amerikanische TV-Serie "Six Feet Under - Gestorben wird immer" kommt am 11. Mai erstmals ins deutsche Free-TV. Der Kölner Privatsender Vox zeigt am Dienstag die erste Folge.
Genervt steht eine Frau am Herd und bereitet Rührei zu. Ihr Mann sitzt mit dem Rücken zu ihr gemütlich am Tisch und redet ununterbrochen. Immer und immer wieder reiht er einen Satz an den anderen, bis seine Gattin ihn mit der heißen Bratpfanne erschlägt. Diese und ähnliche Geschichten sind nichts für zarte Gemüter. Dennoch bringt Vox die skurrile US-Serie "Six Feet Under - Gestorben wird immer" am Dienstag erstmals ins deutsche Free-TV.

Die Hauptakteure der Serie, die Fishers, scheinen auf den ersten Blick eine ganz normale Familie zu sein. Dass sie buchstäblich Leichen im Keller haben, ist nichts Ungewöhnliches, betreiben sie doch ein Bestattungsunternehmen. Aber die Querelen sind vorprogrammiert, denn jedes Familienmitglied hat so seine eigenen Probleme. Der älteste Sohn Nate (Peter Krause) ist mit 35 Jahren und abgebrochenem Studium immer noch auf der Suche nach sich selbst. Der zweite Sohn David (Michael C. Hall) verheimlicht seine Homosexualität. Das pubertierende Nesthäkchen Claire (Lauren Ambrose) experimentiert mit Drogen, und Mutter Ruth (Frances Conroy) ist nur scheinbar die Ruhe und Fürsorge in Person.

Leichenwagen gegen Bus


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In der ersten Folge kollidiert Familienoberhaupt Nathaniel Fisher (Richard Jenkins) ausgerechnet am Weihnachtsmorgen im nagelneuen Leichenwagen mit einem Bus und stirbt. Von nun an müssen die restlichen Fishers ihr Leben neu strukturieren und lernen, miteinander auszukommen. Das gestaltet sich aufgrund der verschiedenen Charaktere alles andere als leicht. Zu allem Überfluss beglückt der Tote seine Lieben gelegentlich mit Besuchen aus dem Jenseits. Den Wahnsinn komplett machen Einbalsamierer Frederico Diaz (Freddy Rodriguez), Nates erotische Freundin Brenda Chenowith (Rachel Griffiths) und Davids heimlicher Liebhaber Keith Charles (Mathew St. Patrick).

"Diese Serie ist ein wahres Juwel, es gibt nichts Vergleichbares im Fernsehen", ist Vox-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt begeistert. "Six Feet Under" sei eine gelungene Mischung aus Familiendrama, trockenem schwarzen Humor, bizarren und haarsträubenden Erzählungen und außergewöhnlichen Darstellern. "Die Serie wird die Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle versetzen, auch wenn sie nicht jeden Geschmack treffen wird", ist sich Schäferkordt sicher, deren Sender sich bereits alle drei Staffeln gesichert hat - bis hin zur vierten, die demnächst in den USA startet.

Dort nach Angaben von Vox einhellig als Kultserie gefeiert, wurde das Werk von Autor und Produzent Alan Ball ("American Beauty") bereits mit sieben Emmys, drei Golden Globes und zwei Grammys ausgezeichnet. Sogar der amerikanische Bestatterverband ist Fan von "Six Feet Under", weil das Format einen realistischen Alltag eines Bestattungsunternehmens darstellt. "Die wesentliche Handschrift stammt von Ball. Ihm gelingt es, durch einen analytischen, fast schon sezierenden Blick auf die Familie Fisher ein Bild von Amerika zu zeigen und eindringlich in die Seele der Menschen vorzustoßen", beschreibt Schäferkordt weiter.

"Six Feet Under" läuft bereits seit April 2003 auf dem Pay-TV-Sender Premiere. Erstmals im Free-TV zeigt Vox den 60-minütigen Pilotfilm am Dienstag um 22.15 Uhr und die weiteren Folgen immer dienstags um 23.10 Uhr.

http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/medien/tv/46744