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10.03.11   Kommende Inflation in Zahlen
Der kontinuierlich steigende Preis für Gold und die in dem Zusammenhang immer stärker werdenden Warnungen von Kommentatoren vor einer überbordenden Staatsverschuldung, haben mich veranlasst, selbst eine Schätzung der kommenden Inflation zu wagen.

Laut der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Staatsverschuldung 7,7 Billionen Euro in der Euro-Zone in 2010 erreicht. Wie hoch die Staatsverschuldung tatsächlich ist, ist für die Höhe der Inflation zunächst egal, denn die Inflation wird überwiegend durch die Steigerung der Menge des umlaufenden Geldes bestimmt.

Zur Sicherstellung einer Preisstabilität ist in der Euro-Zone die Institution, die die Menge des umlaufenden Geldes bestimmt, (EZB) relativ unabhängig von den Institutionen, die die Staatsschulden anhäufen (Regierungen). So soll verhindert werden, dass sich die Regierungen bei der Zentralbank Geld beschaffen. Das würde die umlaufende Geldmenge erhöhen und damit zu Inflation führen.

Es ist gut vorstellbar, dass...      vollständigen Beitrag lesen 
03.12.10   Rendite/Risiko-Kennzahl verbessert Anlage-Entscheidungen
Das Verhältnis von Rendite zu Risiko von Investments ist eine nützliche Kennzahl, wenn es um die Auswahl von Anlage-Klassen geht. Betrachtet man lediglich die erwartete Rendite von beispielsweise Aktien zur erwarteten Rendite von Anleihen, dann ergibt sich kein eindeutiger Vorzug für eine der beiden. Bezieht man jedoch die Schwankungsbreite der erwarteten Rendite mit ein, ergeben sich eindeutige Anlage-Empfehlungen:

http://www.portfoliostrategie.net/uploads/pics/Rendite-Risiko-Verh.jpg

Die erwartete Rendite ergibt sich bei Aktien aus der aktuellen Dividendenrendite plus erwartetem Wirtschaftswachstum und bei Anleihen aus der erwarteten Rendite bei einem Jahr Haltedauer, jeweils abzüglich der Kosten für den günstigsten ETF.

Das Rendite/Risiko-Verhältnis drückt z.B. für Aktien der Industrieländer aus: „Pro 1 % Risiko (Volatilität) erhalte ich 0,19 % mehr Rendite.“ Die höchste Rendite unter den Anlage-Klassen pro 1 % Risiko erhält man eher...      vollständigen Beitrag lesen 
22.10.10   Dein Leben ist eine Short-Position
Als Verbraucher fragen wir ständig Güter nach: Lebensmittel, Treibstoff, Heizöl, Kleidung... Wirtschaftlich gesehen wirkt unsere Nachfrage nach Gütern wie eine Short-Position: Wir sind gezwungen, zu den jeweils gültigen Preisen zu kaufen – steigen die Preise, dann erhöhen sich unsere Kosten, d.h. wir machen Verlust. Lösungen...

Der Kapitalmarkt bietet nun die wunderbare Möglichkeit, unsere Short-Position glatt zu stellen – indem wir Gegen-Positionen aufbauen:

1. Eine Möglichkeit ist der Kauf von Call-Optionsscheinen. Die großen Finanz-Portale bieten hier gute Suchfunktionen. So können wir Calls auf einen Index für Agrarrohstoffe oder Diesel kaufen. Steigen die Preise für Lebensmittel, dann steigt auch der Wert der Optionsscheine – theoretisch ein guter Ausgleich. Jedoch gibt es zwei Haken:

a) Wird mein Einkauf im Lidl um 2 % teurer, nur weil Brokkoli teurer wurde, dann wird mein Optionsschein auf irgendeinen Agrar-Index keinen gleich großen Wertzuwach...      vollständigen Beitrag lesen 
27.09.10   Europäische Aktien: Finger weg davon!
Hintergrund: Um Risiken bei der Geldanlage zu reduzieren wird empfohlen, möglichst breit zu streuen. So soll man nicht nur Aktien, sondern auch andere Anlageklassen besitzen, wie Anleihen. Außerdem soll über viele Länder und Kontinente gestreut werden.

Das alles ist schön und gut. Ein weiterer Aspekt bei der Risiko-Streuung wird jedoch vernachlässigt: Der eigene Arbeitsplatz wirkt wirtschaftlich wie eine Geldanlage – die Verzinsung ist das Gehalt. So gesehen sind die meisten Menschen beim eigenen Arbeitgeber investiert und deshalb von dessen Geschäftsverlauf abhängig.

Wenn der Sinn von Geldanlage eine Notreserve für schlechte Zeiten, konkret Arbeitslosigkeit, ist, dann muss Geldanlage völlig unabhängig vom eigenen Arbeitsplatz sein.

Hier drei Negativ-Beispiele aus der Praxis: Angestellte von Arcandor (KarstadtQuelle), die gleichzeitig Mitarbeiter-Aktien hielten, sind durch die Insolvenz des Unternehmens 2009 doppelt getroffen: Wertverlust der Aktien und Arbeitslosigkei...      vollständigen Beitrag lesen 
11.06.10   Die Krise als Normalzustand
Zufällig fand ich ein altes Buch meines Vaters aus den 80er Jahren. Thema: Der kommende Systemzusammenbruch, Staatsbankrott und Inflation. Ich schmunzle: 30 Jahre später warten wir immernoch d'rauf. Glaubt man den heutigen Inflationspredigern, dann ist immer gerade jetzt die höchste Zeit, sein Erspartes zu retten, z.B. durch Anlagen in Gold und andere Sachwerte.

Erinnern Sie sich an eine Zeit, in der gerade einmal nicht eine große Krise durch Medien suggeriert wurde? Wenn man genau darüber nachdenkt, dann fallen einem schnell Krisen ein, die sich wie eine Perlenkette aneinander reihen: Euro-Krise, Griechenland-Krise, PIIGS-Krise, Finanzkrise, Opel-Krise, Wirtschaftskrise und überhaupt: Der Wirtschaft geht’s ja gerade immer jetzt schlecht. Und vor der aktuellen Wirtschaftskrise jammerte man über den hohen Ölpreis. Also irgendwas ist immer: Winter-Chaos oder Rekord-Sommer.

Dabei entpuppt sich manche Krise im Endeffekt auch noch als das Gegenteil: So stützt der aktuell nied...      vollständigen Beitrag lesen 
02.06.10   Krisen-Mai zeigt Vorteile guter Streuung auf
Zeiten fallender Kurse sind eine gute Gelegenheit, jegliche Anlage-Strategie auf Herz und Nieren zu prüfen. Denn es ist auch die einzige Gelegenheit zu prüfen, ob die Absicherungs-Komponenten im Depot funktionieren. Hinzu kommt, dass oft bei stärker fallenden Kursen, Wertpapiere mit sonst voneinander unabhängiger Wertentwicklung gleichzeitig fallen: So kann sich eine vermeintlich gute Streuung als sinnlos erweisen. Das gilt besonders, wenn nur innerhalb einer Anlage-Klasse gestreut wird, also z.B. nur in Aktien.

Ein großer Teil der Privatanleger konzentriert seine Investition auf einheimische Technologie-Aktien, was natürlich keine gute Streuung bedeutet. Entsprechend sind sie von zurück gehenden Kursen besonders betroffen (TecDAX: - 7 %).

Konkret brachten die einzelnen Anlage-Klassen im Mai:

Aktien (MSCI World Index, in Euro, net): - 2 %
Anleihen (Markit iBoxx € Overall Index): + 0,9 %
Festgeld (3,3 % p.a.): + 0,27 % konstant
Trendfolger (Directional Markets Index): + 1,4 %...      vollständigen Beitrag lesen 
30.04.10   Gold: So verzinst es sich.
Ja, Sie lesen richtig: Auch Gold kann Zinsen abwerfen. Eines der Hauptargumente gegen die Anlage in Gold ist ja bekanntlich „Gold vermehrt sich nicht“, „Gold bringt keine Wertsteigerung von sich heraus", "aus 100 g Gold werden nie 104 g".

Aber die Existenz von so genannten Gold Lease Rates, also Zinssätze für das Verleihen von Gold, impliziert ja bereits, dass Goldleihe möglich ist. Für das Verleihen von Gold über einen Zeitraum von einem Jahr erhält man laut kitco.com derzeit 0,5 % Zinsen. Außerdem ist das Verleihen von Gold auch in der Goldbug-Szene kein neuer Hut: Die Zentralbanken sollen das im größeren Stil betreiben.

Aber können wir als Privatanleger ebenfalls Gold verleihen? Wenn ja, würde das bedeuten, dass Gold mit einer positiven erwarteten Rendite zu einer gleichberechtigten Geldanlage neben Aktien, Anleihen und Festgeld aufsteigt. Diese Frage stellte ich im w:o-Board und bekam vom User „Pfandbrief“ eine geniale Lösung:

Anstatt Gold direkt phys...      vollständigen Beitrag lesen 
29.04.10   Miss-Erfolgsbilanz aktiver Fonds, Teil II
Sind die besten Fonds weiterhin gut? Dieser Frage wollen wir in diesem Beitrag nachgehen. In „Miss-Erfolgsbilanz aktiver Fonds“ – erster Teil – zeigten wir, dass aktive Fonds zu 80 % schlechter abschneiden als der Durchschnitt – also ein Index – und rieten folglich zu Index-Fonds (ETFs). Unbeantwortet blieb aber die Frage, ob es nicht möglich sei den Index zu schlagen, indem man einfach auf die besten aktiven Fonds setzt...

Viele Anleger (auch ich) machen den Fehler, sich bei der Kapitalanlage von der vergangenen Wertentwicklung beeinflussen zu lassen. So kaufen wir eher, was sich in der Vergangenheit auch schon positiv entwickelt hat. Besonders bei aktiv anlegenden Fonds existieren einfach keine tiefergehenden Informationen neben der generellen Ausrichtung und den inhaltsleeren Verkaufsmaterialien. Die Anlagestrategien von Aktienfonds sind gleich: Versuch den Markt zu schlagen durch überlegene Einzeltitelauswahl aus einer bestimmten Region/Branche. Es ist deshalb nicht mö...      vollständigen Beitrag lesen 
28.04.10   Funktioniert Trading?
Um die Frage zu präzisieren: Trading ist der Versuch, Kursgewinne über Zeiträume von Sekunden, Minuten, Tagen und Wochen zu erzielen.

Die Antwort ist: Ja und Nein: Trading funktioniert, aber nicht für jedermann.

Ja.
Die historische Entwicklung von Managed-Futures/Trading-Indizes beweist, dass Trading profitabel ist und nicht selten besser als Aktien abschneidet, besonders wenn Aktien fallen. Ein beeindruckendes Beispiel: Im Crash-Jahr 2008 erzielten Managed-Futures-Strategien laut hedgeindex.com einen Wertzuwachs von durchschnittlich 18 %, während der Welt-Aktienindex MSCI World rund 39 % verlor (mscibarra.com, net, local). Auf diesen Websites finden Sie die historische Entwicklung: hedgeindex.com, ucitsindex.com, hedgefundresearch.com, alternative-index.com und lyxorhedgeindices.com. (Professionelles Trading wird mit Futures-Kontrakten durchgeführt und angeboten als Fonds oder als Konto/Depot mit Handelsvollmacht für den Trader. Managed-Futures, synonym: CTA, sin...      vollständigen Beitrag lesen 
27.04.10   Lasst Griechenland Pleite gehen!
Eine Zahlungsunfähigkeit der griechischen Regierung ist besser als diese durch Geldüberweisungen aus anderen Eurozone-Ländern abzuwenden. Hier die Gründe.

Bei einer Zahlungsunfähigkeit der griechischen Regierung würden Reformen in Griechenland zur Minderung der Ausgaben und Erhöhung der Einnahmen zwingend ganz schnell umgesetzt. Beispiel: Der Wegfall des 14. Monatsgehalts bei griechischen Beamten wäre auf einen Schlag plötzlich Realität statt nur eine „Option, über die man diskutieren könne“. Eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands würde für viele kommende Jahre solide Staatsfinanzen erzwingen. Denn wer kann das Geld der anderen verschwenden, wenn er kein Geld von anderen erhält?!

Die Motivation anderer Staaten in der Eurozone zu soliden Staatsfinanzen würde auf einen Schlag erhöht, weil man weiß, dass es keine Rettungspakete gibt.

Dadurch würde auch der potentielle Druck auf die Europäische Zentralbank genommen, durch eine Erhöhung der Geldmenge eine Inflation zuzulasse...      vollständigen Beitrag lesen 
 Alle Kolumnen spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider. FTOR übernimmt für dessen Richtigkeit  keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
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