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16.05.12   Laufende Erträge - aber wie?
Rekordtiefes Zinsniveau.

Wie bereits in meinem zurückliegenden Beitrag „Der Preis der Angst“ beschrieben, befindet sich das Zinsniveau an den deutschen Rentenmärkten seit Monaten auf einem extrem tiefen Niveau. Diese Entwicklung nimmt beinahe täglich immer dramatischere Züge an. Die deutsche Umlaufrendite befindet sich aktuell bei 1,17 %. Noch nie wurde dieser Wert erreicht.

Die sich zuspitzende Situation um Griechenland hat eine weitere Fluchtbewegung in deutsche Anleihen ausgelöst. Deutschland wird zur „neuen Schweiz“ und allgemein als sicherster Hafen Europas angesehen. Eine Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit rentiert momentan mit 1,46 %, was einem KGV von 68,5 (100 geteilt durch 1,46) entspricht. Analysten prognostizieren parallel dazu - seit vielen Jahren stetig und beständig - einen Anstieg der Anleihezinsen. Sie argumentieren meist damit, dass es „tiefer ja kaum noch gehen könne“. Ständig neue Rekordtiefs widerlegen jedoch diese Prognosen.

Angetrieben ...      vollständigen Beitrag lesen 
09.05.12   Banker, Politiker und andere Verbrecher
Bankster – das neue Feindbild

Die öffentliche Meinung braucht stets ihre Feindbilder: Politiker, Anwälte, Banker. Auf der Beliebtheitsskala aktuell ganz am unteren Ende zu finden: Der Banker. Das Bild vom skrupellosen Finanzhai hat dabei Tradition, und das nicht erst seit der Finanzkrise im Jahr 2008 – schon Ende der achtziger Jahre widmete sich Hollywood in „Wall Street“ erfolgreich der Gier der Hochfinanz. Ein schönes Beispiel lieferte jüngst die ARD: In der neuesten Tatort-Folge versuchen Spekulanten, den Bundeskanzler zu töten, um so ihre milliardenschweren Wetten an den Finanzmärkten in Gewinne zu verwandeln. Banker als „Bankster“, Verbrecher, Geldverbrenner, als Bedrohung für Staat und Gesellschaft – die gegenwärtige Situation erinnert stark an die Situation zu Beginn des Jahres 2009.


Der heiß ersehnte Sündenbock

Andere Berufsgruppen, die ebenfalls oft im Kreuzfeuer der Kritik stehen, scheinen erfreut über die vorübergehende Atempause zu sein. So ma...      vollständigen Beitrag lesen 
02.05.12   Frankreich am Scheideweg
Sarkozy oder Hollande - was sagt der Markt?

Die heiße Phase der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist eingeläutet. Sollte Nicolas Sarkozy im abschließenden Fernsehinterview nicht mehr entscheidend punkten können und einen deutlichen Stimmenzuwachs aus dem rechten Lager erhalten, deutet vieles auf einen Wechsel des französischen Präsidenten hin. Der sozialistische Kandidat Francois Hollande liegt in den letzten Umfragen klar vorne. Vielen Analysten treibt dieser mögliche Wechsel Sorgenfalten ins Gesicht - droht doch die Gefahr, dass die zukünftige Zusammenarbeit mit Kanzlerin Merkel weniger reibungslos ablaufen wird, als dies mit Sarkozy der Fall war. Die im Vorfeld geäußerte Kritik von Hollande am bereits von der EU geschnürten Fiskalpakt deutet für viele Beobachter darauf hin, dass die europäische Einigkeit durch ein verkompliziertes Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland sogar erheblich bedroht zu sein scheint. Läuft die EU tatsächlich Gefahr, an nachha...      vollständigen Beitrag lesen 
25.04.12   Der Preis der Angst
Wer falsch spart, verliert garantiert!

Die Situation an den Renten- und Anleihemärkten nimmt zunehmend absurde Formen an. Während man in Europa von einer Kredit- und Schuldenkrise spricht, sorgt die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die Furcht der Anleger für immer tiefere Renditen. Die deutsche Umlaufrendite hat mit 1,37 % ein neues - durchaus als historisch zu bezeichnendes - Rekordtief erreicht. Nie zuvor waren in Deutschland die Zinsen tiefer!


Garantierte Verluste

Die großen Verlierer dieser Entwicklung: Anleger, die ihre Ersparnisse auf Tages- und Festgeldkonten parken und dem konservativen Bankensparbuch vertrauen. Einem Bericht der Deutschen Bundesbank zufolge betragen die Einlagen privater deutscher Haushalte bei Geschäftsbanken derzeit 1397 Milliarden Euro – mit großer Mehrheit handelt es sich dabei um täglich fällige Einlagen oder Einlagen mit kurzer vereinbarter Laufzeit. Für jederzeit verfügbare Gelder bieten die Banken ...      vollständigen Beitrag lesen 
18.04.12   Die Propheten der Vergangenheit
Nach vorne schauen – nicht nach hinten!

Die Aktienmärkte sind im Jahr 2012 nach und nach folgerichtig in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Extrem niedrige KGVs, rekordverdächtige Dividendenrenditen - die nackten Zahlen identifizieren Aktien im Moment eindeutig als attraktivste Anlageklasse. Doch höhere Renditechancen gehen nun mal stets einher mit höherer Volatilität. Die fehlende „Schwankungsverträglichkeit“ sorgt dabei dafür, dass Angst und Skepsis ständige Begleiter vieler Anleger bleiben.

Der deutsche Aktienindex DAX hat beispielsweise vom Jahresbeginn 2012 ausgehend bis zum Hoch im März knapp 22 % zugelegt - und anschließend um fast 10 % nach unten korrigiert. Ein gefundenes Fressen für die Skeptiker, die sich in ihren düsteren Prognosen wieder etwas bestätigt fühlen - wurde doch stets gepredigt, dass die Eurokrise längst nicht überstanden sei. Insgesamt wird dabei gerne übersehen, dass im Jahr 2012 per Saldo immer noch ein satter Zuwachs zu vermelden...      vollständigen Beitrag lesen 
03.04.12   Die drei Trends des Jahres 2012
2012 ist bisher ein gutes Aktienjahr.

Die Kursanstiege an den weltweiten Aktienmärkten im Jahr 2012 haben bereits nach dem ersten Quartal die Erwartungen vieler Analysten für das gesamte Jahr 2012 übertroffen. Durchschnittlich erwarteten die Banken beispielsweise für den deutschen Aktienindex DAX einen Jahresendstand von rund 6500 Punkten – einen Zuwachs von rund 10 % im Vergleich zum Jahresbeginn 2012. Bereits jetzt korrigieren Banken ihre Prognosen nach oben. Betrachtet man sich die Umfrageergebnisse der von uns gesammelten Bankenprognosen für die global wichtigsten Aktienindizes, so erscheint es momentan wahrscheinlicher, am „rechten Rand der Erwartungen“ zu landen. Die Mehrheit der Anleger liegt selten richtig – auch in diesem Jahr scheint sich diese These zu bewahrheiten. Für 2012 scheinen viele Banken nicht optimistisch genug zu sein.


Die üblichen psychologischen Muster

Der Mensch fühlt sich in der Gruppe wohler - keine neuartige Erkenntnis. Dennoch ...      vollständigen Beitrag lesen 
28.03.12   Von Öl- und Rezessionsängsten
Schon wieder ein Problem.

Trotz erheblichen Kursanstiegen im Jahr 2012 sehen viele Analysten das Marktumfeld derzeit noch immer mit kritischen Augen. Kaum scheint sich die Eurokrise etwas zu entspannen – die italienischen und spanischen Anleiheauktionen verliefen erfolgreich – wird ein anderes Thema zum Sorgenkind Nummer eins auserkoren: die Besorgnis über einen möglichen Krieg zwischen Israel und dem Iran mit amerikanischer Beteiligung wächst. Diese Furcht wird den ohnehin schon hohen Ölpreis weiter nach oben treiben. Glaubt man vielen renommierten Ökonomen, so ist dies aus historischer Sicht betrachtet ein Indikator für eine nachfolgende globale Rezession. Hoher Ölpreis als Auslöser für eine Rezession? Zeit für einen Realitätscheck.


Das schwarze Gold

Die Berechnung des real existierenden Volumens der weltweiten Erdölvorkommen stellt Analysten vor eine schwierige Aufgabe. Doch trotz fehlender Transparenz und der Tatsache, dass Öl ein beliebtes Spekulatio...      vollständigen Beitrag lesen 
21.03.12   Der Euro in der Krise?
Europäische Anleger bleiben nervös.

Die Aktienmärkte in Europa und den USA haben viele Anleger im bisherigen Jahresverlauf 2012 zum Staunen gebracht. In vielen Märkten verzeichnen wir den besten Jahresstart aller Zeiten. Die Jahresprognosen vieler Banken sind bereits übertroffen. Dennoch: die Nervosität der Anleger bleibt hoch. Die Kursanstiege der vergangenen Wochen scheinen eher das Misstrauen der Investoren zu verstärken anstatt die Aktienmärkte als attraktivste Anlageklasse in den Fokus zu rücken. Bis zur endgültigen Abwicklung des griechischen Schuldenschnitts wird sich an dieser Situation vermutlich auch nichts ändern. Die grundsätzliche Angst vor einem Auseinanderfallen des Euro bleibt wohl auch darüber hinaus bestehen.


Ein Blick zurück ins Jahr 2011

Währungsschwankungen sind langfristig fast immer ein Nullsummenspiel – dennoch kann die Volatilität natürlich kurzfristig sehr hoch werden. Während zu Beginn des Jahres 2011 der Euro noch bei 1,33 ...      vollständigen Beitrag lesen 
15.03.12   Charttechnik - beruhigen Sie bunte Bilder?
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Funktioniert Charttechnik tatsächlich?

Viele Anleger rücken die technische Analyse in den Mittelpunkt ihrer Investitionsentscheidungen. Ihre Erfolgsversprechen klingen gut, die Handhabung ist meist simpel: finanzmathematische Gleichungen, einfach erklärt und in bunten Bildern verpackt, liefern zuverlässige Vorhersagen über zukünftige Kursverläufe. Angst und Unsicherheit können besiegt werden, Marktbewegungen werden vorhersehbar. Ein Wissensvorsprung, generiert durch technische Hilfsmittel - ein schönes Gefühl für verunsicherte Anleger. Doch stimmt das tatsächlich? Ist Charttechnik wirklich hilfreich?


Ernüchternde Fakten

Vereinfacht ausgedrückt ist das Grundprinzip aller technischen Analysen wie folgt: Kurse der Vergangenheit werden analysiert, historische Daten mittels mathematischen Modellen ausgewertet und auf dieser Basis wird versucht, die Kurse der Zukunft vorherzusagen. Hört sich sehr simpel und auch einleuchtend...      vollständigen Beitrag lesen 
29.02.12   Global statt regional
Deutsche Anleger setzen weiterhin verstärkt auf deutsche Aktien.

Trotz einer zunehmenden Vernetzung der weltweiten Märkte und großer Furcht vor der bestehenden Eurokrise - deutsche Anleger halten weiterhin an Aktien aus den heimischen Märkten fest. Die Bestände deutscher Titel machten im vergangenen Jahr knapp die Hälfte des Depotvolumens deutscher Anleger aus. Zwar ist ein Trend zur globaleren Aufstellung erkennbar – vor zehn Jahren betrug der Anteil heimischer Papiere durchschnittlich sogar rund 70 % - doch die Übergewichtung ist immer noch extrem. Der Anteil deutscher Aktien an den weltweiten Finanzmärkten beträgt nur rund 3 %.


Psychologische Ursachen

Viele Anleger bevorzugen Aktien aus ihrem Heimatland, weil Informationen leichter zugänglich sind und man das - leider oft trügerische - Gefühl hat, umfassend über das Marktumfeld des Unternehmens Bescheid zu wissen. Dieses „gute Gefühl“ fehlt bei „fremden“ Aktienwerten. Allein der Name des Unternehmens...      vollständigen Beitrag lesen 
 Alle Kolumnen spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider. FTOR übernimmt für dessen Richtigkeit  keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
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