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Alt 20.02.2006, 11:07  #1
Brass
Goaslander
 
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"Gas" geben

So wird es aussehen, mein neues Wägelchen. Ein VW Caddy Ecofuel
Auf den ersten Blick also ein Allerweltsauto. Dennoch ist es anders als andere, denn es wird mit Erdgas und Benzin betrieben. Es hat einen 14ltr. Benzintank und für 26kg Gastanks. Das Benzin brauchts für Kaltstarts und als Reserve, falls man mal das Gas leer genuckelt hat. Die Reichweite dieses Fahrzeuges Beträgt bis zu 460km. - Also nur unwesentlich weniger, als mein Büssle bisher schaffte. (500km)

Als es darum ging, ein neues Fahrzeug anzuschaffen, standen für mich in erster Linie die Haltungskosten als Kaufkriterium unter Beobachtung.
Diesel? Benzin? - alles viel zu teuer. Die Alternative war schnell gefunden. - Erdgas.

Erdgas kostet nur 75ct/kg. Ein kg Gas hat einem Brennwert von rd. 1,3ltr Benzin. Erdgas wird noch bis 2020 staatlich gefördert, was konkret bedeutet, dass die Mineralölsteuer drastisch reduziert ist, gegenüber anderen Brennstoffen. Mein neues Wägelchen verursacht also nur 4,50€ / 100km an Spritkosten.
Man erhält von den Betreibern der Tankstellen an seinem Wohnort einen Zuschuss, wenn man ein Erdgas Auto zuläßt oder ein Altfahrzeug umrüstet. In meinem Fall sind das 900kg Gas, was nach Fahrzeugherstellerangaben einer Fahrleistung von ca. 15.000km entspricht. Ich fahre im Jahr ca. 17500 km. Zusätzlich erhalte ich 250,- €, wenn ich am Auto einen Aufkleber befestige, der aussagt, dass dieses Fahrzeug mit Erdgas betrieben wird.

Warum ich das alles hier her schreibe?
... Ich wundere mich, weshalb es nur zu so geringen Zulassungszahlen kommt bei Erdgasfahrzeugen. Sie haben doch nun wirklich alle Vorteile auf ihrer Seite.
Sogar die Emmissionswerte sind grandios niedrig. Euro 4 ist überhaupt kein Thema. - Ich kapiers einfach nich. - seufffz
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Brass
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Alt 20.02.2006, 12:39  #2
Pacifica
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Standard Re: "Gas" geben

Ich gratuliere ganz herzlich, Brass. Bis jetzt wusste ich nur so in einer verstaubten Ecke meines Gehirns, dass es so etwas überhaupt gibt. In anderen Worten, darüber wird viel zu wenig berichtet.

Die Nachteile wirst du uns vielleicht erzählen können, wenn du mal ein Weilchen damit gefahren bist.
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Pacifica
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ohne seine Begeisterung zu verlieren.
(Winston Churchill)
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Alt 20.02.2006, 14:36  #3
Brass
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Standard Re: "Gas" geben

Danke Pacifica

Du sprichst da sicher einen ganz wichtigen Punkt an. Das Marketing für solche Fahrzeuge ist zumindest hier bei uns in Deutschland wirklich sehr mager. Im TV gibt es dieses Thema praktisch überhaupt nicht zu entdecken.
Ich weiß aber von anderen Ländern, Italien z.B., da wird schon jahrelang mit Gas gefahren.

Über Nachteile gegenüber konventionellen Betriebsstoffen habe ich bislang noch nichts gehört, ausser dass man ältere Motoren, die bislang mit Benzin betrieben worden sind, nicht mehr umrüsten sollte, da sie an der rückstandslosen Verbrennung des Gases kaputt gehen würden. - Ich glaube mal irgendwo gehört zu haben, dass das Betanken länger dauern würde, als beim Benziner, aber das werd ich dann ja bald bestätigen oder negieren können. ..schaun ma mal
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Brass
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Alt 18.11.2006, 09:15  #4
Brass
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Standard Re: "Gas" geben

So, der Wagen ist jetzt seit Anfang Juli da. - Einige haben ihn ja auf dem Boardtreffen schon gesehen.

Tja, was gibts zu berichten darüber?
Er macht sich prima. Es gibt auf der technischen Seite keine Kritikpunkte, die nennenswert wären.

Allerdings möchte ich was über das Tankstellennetz berichten, denn auf dem Sektor gibt es noch einiges, was zu verbessern wäre.
Die Tankstellendichte in Deutschland ist eigentlich schon ganz passabel. Wenn man sich die Mühe macht und sich die Tankstellen über erdgasfahrzeuge.de raussucht, kommt man problemlos in jeden Winkel des Landes.
Was mir aber teilweise zu schaffen macht, sind die Zapfsäulen. Es gibt viele Tankstellen, die offensichtlich nicht den nötigen Druck zusammen bringen, (200 bar) um den Wagen volltanken zu können. Wenn man an so ein Ding gerät, hat man echt ein Problem. - Zumindest, wenn man auf längerer Tour unterwegs ist. Teilweise fehlen bis zu 25% an einer Volltankung. Dadurch wird die Reichweite dermaßen eingekürzt, dass man gewzungen ist, viel kürzere Etappen zurück zu legen, wie geplant.
Ich habe es jetzt auch schon mehrfach erlebt, dass auf o.g. Web-site Tankstellen verzeichnet sind, die längst nicht mehr existieren. - In München ist ne komplette Tankstelle verschwunden. - Wenn man sich nun ausgerechnet diese eine Tankstelle ins Navi gemeißelt hat und nicht weiß, wo die anderen in der Stadt sind, wirds lustig.
Ein weiteres beliebtes Spiel der Tankstellenbetreiber ist es, mal kein Gas mehr zu haben, Zapfsäulen aus technischen Gründen still zu legen oder gerade mal eben Umrüsten, ohne dies auf erdgasfahrzeuge.de bekannt zu machen.
Das ist alles unbefriedigend und läßt schnell Frust aufkommen. Für Langstreckenfahrer ist es also schon etwas mühselig.
- Ach ja.. wenn man eine moderne Zapfsäule erwischt, dauert das Tanken nicht länger, als eine Tankung von Benzin oder Diesel. - Ich habe allerdings auch schon 20min. an ner alten Säule gehangen.

Wer aber, wie ich, meißtens im heimatlichen Revier unterwegs ist und in der Region mehrere Tankstellen zur Auswahl hat, ist schon jetzt mit einem Erdgasfahrzeug auf der richtigen Seite.

Thema Nachrüsten: - Finger weg. Die Nachteile, einen herkömmlichen Wagen auf Erdgas umzurüsten überwiegen gegenüber den Vorteilen. Denn man verliert neben Stauraum auch Motorenleistung und Lebensdauer der Maschine. Deswegen mein Rat: Lieber nen gebrauchtes Serienfahrzeug oder eben gleich nen Neuwagen zulegen. Die Motoren sind auf Erdgas ausgelegt und erzeugen auf diese Weise sogar mehr Leistung, als ein vergleichbarer Benziner.
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Brass
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