Alt 29.05.17, 13:24
Standard Buffett steigt bei Lanxess ein
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FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa notieren am Montagmittag kaum verändert. Als Hauptgrund für den lustlosen Handel nennen Marktakteure die fehlenden Impulse aus den USA und Großbritannien. Denn dort bleiben die Börsen wegen nationaler Feiertage geschlossen und auch in China wurde am Morgen feiertagsbedingt nicht gehandelt. Damit fehlen wichtige Marktteilnehmer, das Volumen ist in Folge sehr dünn. Für Aufsehen sorgt allerdings die Nachricht, dass der US-Starinvestor Warren Buffett eine Beteiligung an dem Spezialchemiekonzern Lanxess aufgebaut hat. Der DAX notiert kaum verändert bei 12.607 Punkten und der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,1 Prozent auf 3.575 Zähler nach.

Akzente setzen könnte die Rede von EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments am Nachmittag. Der Notenbankchef dürfte nach Einschätzung der DZ Bank dort die sich aufhellenden Aussichten für die europäische Konjunktur hervorheben. Zugleich dürfte er allerdings auch betonen, dass der grundlegende Preisauftrieb in der Wirtschaft nur vergleichsweise schwach ausgeprägt sei. Vor diesem Hintergrund werde Draghi voraussichtlich noch keine Hinweise auf eine baldige Abkehr der Europäischen Zentralbank (EZB) von ihrem eingeschlagenen geldpolitischen Kurs liefern.

Warren Buffett steigt mit 3 Prozent bei Lanxess ein

Der Spezialchemiekonzern Lanxess zählt nun auch den US-Starinvestor Warren Buffett zu seinen Aktionären: Eine deutsche Tochter von Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, die General Reinsurance AG, hält 3,004 Prozent an der Lanxess AG. Buffett, der gerne langfristig investiert, befindet sich bei Lanxess in guter Gesellschaft: Rund 90 Prozent der Lanxess-Aktien werden von institutionellen Anlegern gehalten, die eine wachstums- oder wertorientierte Anlagestrategie verfolgen, teilt das Unternehmen mit. Der Einstig der Investorenlegende bei dem Kölner Unternehmen beflügelt am Montag den Aktienkurs, für den es um 3 Prozent nach oben geht.

Flugausfälle dürften für IAG kostspielig werden

Die massenhaften Flugausfälle von British Airways setzen den Kurs der Muttergesellschaft IAG unter Druck. Der Kurs gibt um 2,5 Prozent nach. Die Londoner Börse ist zwar geschlossen, die Aktien werden aber auch in Madrid gehandelt, da Iberia mit British Airways fusioniert worden war.

"Die unmittelbaren Kosten und die Folgekosten könnten sehr hoch ausfallen", sagt ein Händler. In Medienberichten würden Branchenexperten zitiert, die Kosten von mehr als 100 Millionen Pfund nicht ausschlössen. Hinzu komme, dass auch am Montag noch immer zahlreiche Flüge auszufallen drohten, die IT-Panne also noch nicht vollständig behoben scheine. Im DAX verlieren Lufthansa 0,3 Prozent. Allerdings hatte die Aktie in der vergangenen Woche als größter DAX-Gewinner etwa 5 Prozent gewonnen.

Glencore ersetzen Syngenta im Stoxx-50

Am Mittwochmorgen werden die Aktien von Syngenta wegen der Übernahme durch Chemchina aus dem europäischen Benchmarktindex Stoxx-50 entnommen. Ersetzt werden sie durch die Aktien von Glencore. Den Kurs von Glencore dürfte der Aufstieg allerdings allenfalls leicht stützen, da der Stoxx-50 eine wesentlich geringere Rolle bei den Anlagen spielt als der Euro-Stoxx-50, der die wichtigsten Aktien der Eurozone umfasst. Glencore werden in London wegen des Feiertags nicht gehandelt.

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

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May 29, 2017 06:34 ET (10:34 GMT)

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