Alt 05.03.12, 17:30
Standard Gagfah-Aktien haussieren nach Einigung mit Stadt Dresden
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Der deutsche Aktienmarkt lässt sich einfach nicht unterkriegen. Nachdem es am Vormittag noch nach einem deutlichen Rückschlag für den DAX ausgesehen hatte, erholte sich der Markt am Nachmittag deutlich. Gegen 16.15 Uhr notiert der DAX bei 6888 Punkten, ein Minus von 0,5 Prozent. Im Tagestief hatte der DAX bei 6815 Punkten gelegen. Berichte über eine Wachstumsabschwächung in China hatten für die Kursverluste gesorgt.

Geholfen haben im späteren Verlauf des Handels besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe lag im Februar bei 57,3 Punkten, Experten hatten ihn bei 56,1 Punkten erwartet. Auch die Industrieaufträge fielen im Januar weniger stark als befürchtet.

Zu den Gewinnern im DAX zählt Henkel. Der Konsumgüterhersteller wird am Donnerstag seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal veröffentlichen. Besonders deutlich ist das Minus bei den Banken. Commerzbank und Deutsche Bank verlieren vier bzw. 2,5 Prozent.

Auffällig sind zwei Bewegungen im M-DAX: Salzgitter verlieren fast sechs Prozent. Und das, obwohl der Stahlkonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr den Gewinn vor Steuern vervierfacht hat und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen hat. Allerdings bleibt Salzgitter beim Ausblick sehr vage: Man peile einen Gewinn an, heißt es. Weitere Details werden nicht genannt und das ist den Anlegern offenbar zu wenig.

Die Aktien von Gagfah steigen um 28 Prozent. Der Immobilienkonzern hat einen Rechtsstreit mit der Stadt Dresden beigelegt. Die Sachsen hatten Gagfah vorgeworfen, bei Wohnungen die vereinbarten Mieterschutz nicht eingehalten zu haben und eine Milliarde EUR gefordert. Nun hat man sich im Rahmen eines Vergleichs auf die Zahlung von rund 40 Mio. EUR geeinigt. Damit ist für Gagfah-Aktionäre wieder Planbarkeit zurückgewonnen. Mit dem heutigen Kurs von 5,40 EUR liegt die Aktie immer noch mehr als 50 Prozent unter dem zuletzt gemeldeten inneren Wert von 12,10 EUR.

Am Nachmittag hat die Stimmung bei den Euwax-Anlegern deutlich gedreht. Zeitgleich mit der Erholung des DAX fiel das Euwax Sentiment ins Minus. Ein gutes Näschen bewiesen die Anleger heute Vormittag: Nachdem der Bund Future bei 140,39 Prozent ein Allzeithoch erreicht hatte, setzten sie mit einem Knock-Out-Put auf eine Trendwende. Und siehe da: Bis zum Nachmittag war das Barometer für deutsche Staatsanleihen wieder unter die Marke von 140 Prozent gefallen.

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Heute abend wird die CEBIT in Hannover eröffnet. Sie gilt weltweit als eines der wichtigsten internationalen Ereignisse der digitalen Industrie. In diesem Jahr wird sich auf der CEBIT vieles um das Thema Cloud-Computing drehen. Wie kann sich der Anleger darauf vorbereiten und davon profitieren? Alexander Berger, Fondsmanager bei der thallos Vermögensverwaltung, im Gespräch bei N24.

Interview hier abrufbar:
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Die Börse Stuttgart hat das variable Transaktionsentgelt für verbriefte Derivate (Hebel- und Anlageprodukte) von 0,1 Prozent des Ordergegenwertes auf 0,095 Prozent gesenkt. Damit wird die Attraktivität der Börse Stuttgart beim Handel mit verbrieften Derivaten für Orders bis 12.821 Euro, die einen Großteil des Handelsvolumens in diesem Segment ausmachen, noch weiter erhöht.

Quelle: boerse-stuttgart AG
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